Distilleria Marzadro

Distilleria Marzadro

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      Die Geschichte der Distilleria Marzadro könnte eine Geschichte aus einem Schwarzweißfilm einer längst vergangenen Zeit sein, die jedoch in Wirklichkeit nicht ganz so weit entfernt ist. Es sind die Jahre der Nachkriegszeit, in einem Italien, in dem die Armut niemanden verschonte, vor allem nicht in Bergregionen wie dem Trentino. Aus diesem Grund ließen sich die Töchter aus ärmeren Familien häufig als Dienstpersonal in wohlhabenderen Häusern anstellen, um der Notsituation zu entfliehen und ein besseres Leben zu führen.

      Auch Sabina Marzadro blieb diese harte Realität nicht erspart, weshalb sie 12 Jahre im Hause eines Abgeordneten in Rom arbeitete. Danach kehrte sie in ihre Heimat zurück zu ihrem Bruder Attilio, der schon seit jeher als Bauer arbeite. Sabina kehrte jedoch mit dem festen Vorhaben zurück, ihr Leben zu verändern, und hatte einen Traum im Gepäck: Die Kunst des Destillierens zu erlernen und mit den Trestern, die bei den Winzern als Abfallprodukte in den Höfen ausdünsteten, zu einem guten Grappa zu verarbeiten.

      n ihrem alten Haus in Brancolino in der Gemeinde Nogaredo schaffte es Sabina mit viel Engagement, zusammen mit dem renommierten Kesselbauer und Kupferschmied Arnoldi einen kleinen Destillierkolben über direktem Feuer zu bauen. Engagement und harte Arbeit waren die tägliche Regel, vor allem, um ein für alle Mal der traurigen Armut zu entfliehen. 1949 war das Jahr des Durchbruchs, als erstmalig Lastwagen, voll mit Trester, in den Hof fuhren. Ab diesem Datum kamen auch die ersten Kunden und die Vision war klar und deutlich: Um sich in der Welt der Brennereien zu behaupten, musste ein Qualitäts-Grappa zu günstigen Preisen produziert werden.

      n der Bar hörte man immer häufiger „Für mich einen Marzadro“. Das hatte es bisher noch nicht gegeben, dass ein Gläschen den Namen einer Familie trug. Ausgezeichnete Rohstoffe, sehr viel Engagement und Leidenschaft, Durchhaltevermögen und zahlreiche überzeugte Kunden. Attilio stand Sabina in der kleinen Brennerei zur Seite und transportierte im Beiwagen seiner Moto Guzzi die Grappaflaschen zum Verkauf nach Rovereto und in die Nachbardörfer.

      Es sind schwierige Zeiten für alle, aber der Geist der Initiative und die Überzeugung, ein weltweit einzigartiges Qualitätsprodukt zu haben, sind die treibenden Kräfte. Erfolge und Auszeichnungen wechseln sich ab, ein Zeichen dafür, dass alles, was bisher getan wurde, hervorragende Früchte hervorgebracht hat. Außerdem nährt eine üppige und großzügige Region wie das Trentino den Wunsch, zu wachsen und den Mut, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Der Traum von Sabina und Attilio ist heute Wirklichkeit geworden, und die Familie, die sich mit großer Zuneigung und Wertschätzung an sie erinnert, ist heute geeinter denn je.

       


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